Als ich neun Monate alt war, stellte man bei mir eine Zöliakie fest. Das ist eine Stoffwechselkrankheit, die nur durch eine lebenslange glutenfreie Diät behandelt werden kann. Das heißt: kein Brot, kein Brötchen, keine Getreideprodukte oder Nahrungsmittel, die diese enthalten. Nur mit glutenfreiem Mehl gebackenes Gebäck aus dem Reformhaus ist erlaubt. Das war für mich manchmal gar nicht so einfach, denn ich habe noch 3 Geschwister, die alle "normal" essen konnten, während ich auf die kleinste Menge Gluten mit Bauchschmerzen und Durchfall reagierte.
Als ich 25 Jahre alt war, zog ich zu meinem Freund. In meiner Kirchgemeinde sagte man mir, dass ich doch auf Gottes Willen achten solle. Daran musste ich oft denken, als ich merkte, dass mein Freund nicht den Weg mit Jesus mit mir gehen wollte. Nachdem mein befristeter Arbeitsvertrag abgelaufen war, bekam ich keine Arbeit und auch kein Arbeitslosengeld, da ich in der Schweiz wohnte. So musste ich die Entscheidung schweren Herzens treffen, wieder nach Deutschland zu ziehen. Dabei war mein Herz voll Rebellion - auch gegen Gott, der mir nicht hörbar sagte, was ich tun soll. Auch in Deutschland bekam ich nicht gleich Arbeit.
So kam ich in die Heilungsgottesdienste mit Billy Smith im Januar 2004. Ich selbst hätte nie wegen der Zöliakie für mich beten lassen, denn es heißt, dass es eine lebenslängliche Erkrankung ist. Meine Eltern nahmen an, dass ich an dem einen Abend nicht kommen würde und legten einen Zettel mit meinem Namen und "Zöliakie" auf den Tisch mit den Gebetsanliegen. Ich nahm dann aber doch teil und stand auf, als Billy ein Gebet für alle im Saal mit Bauchschmerzen sprach. Doch an die Zöliakie habe ich dabei nicht gedacht. Erst meine Zwillingsschwester brachte mich darauf, dass wir doch mal einen Brötchen-Abend machen sollten, denn ich würde sicher geheilt sein. Das war für alle ein ungewohnter Anblick: ich mit einem normalen Brötchen in der Hand. Doch seitdem kann ich alles essen!!!! Hurra!
Weil ich ja eigentlich gar nicht von meinem Freund weg wollte, fühlte ich mich in meinem neuen Zuhause gar nicht wohl. Ich konnte nachts nur auf dem Sofa schlafen, nicht in meinem Bett. Zwei Tage nach dem Gebet im Heilungsgottesdienst war es mit nachts übel, und ich musste mich übergeben. Ich hatte Durchfall und wurde fast ohnmächtig. Da wusste ich, jetzt kann ich nur in meinem Bett liegen, und probierte es. Und dann wurde ich richtig gesund, denn ich wusste, dass Gott mich unter anderen Umständen nicht gesegnet hätte. Ich bin so dankbar für diese Heilung!! Dem Herrn sei Lob und Preis!!
Tina J., Schwäbisch Gmünd (im Oktober 2004)
http://www.internationale-gemeinde.de/lernen-wachsen/erlebtes
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